Keller im Eigenheim: Pro und Kontra

Geschrieben von | 01. April 2014 | Rohbau | Keine Kommentare
Keller

Ein Bauherr muss viele wichtige Entscheidungen treffen. Eine davon ist ganz grundlegend: Keller oder kein Keller? Dieser Entschluss hat weitreichende Folgen, denn steht das Haus erst einmal, ist der nachträgliche Einbau eines Kellers nicht mehr möglich oder sehr kompliziert. Doch braucht man überhaupt ein zusätzliches Geschoss unter der Erde? ASDACH hat Ihnen eine Pro-/Kontra-Liste erstellt, damit die Entscheidung leichter fällt.

Pro – Was spricht für einen Keller?

Miefig und vollgestellt, dieses Image haftete dem Keller lange an. Doch diese Zeiten sind vorbei. Ein ausgebauter Keller kann ganz unterschiedliche Funktionen haben: Ob Hobbykeller, Partyraum, Sauna oder sogar Souterrainwohnung, ein Tiefgeschoss sorgt in jedem Fall für mehr Platz, ohne die eigentliche Grundfläche zu vergrößern.

Wer bisher in Wohnungen ohne Kellerabteil gelebt hat, kennt es nicht anders. Haben Sie allerdings bislang immer einen Lagerraum zur Verfügung gehabt oder baut man in Ihrer Gegend sowieso generell mit Keller, liegt es nahe, dass auch Sie sich aus Traditionsgründen dafür entscheiden.

Eine extra Etage bietet weiteren Stauraum. Nicht nur Nahrungsmittel oder Werkzeug können hier gelagert werden, sondern ebenfalls Hauswirtschaftsgeräte und Heizungsanlage, die in anderen Räumen nur unnötig Platz wegnehmen. Hier können Sie Möbel, Fahrräder und andere Utensilien, die Sie nicht täglich brauchen, vor Umwelteinflüssen schützten und verstauen.

Ein ausgebauter Keller kann neuen Wohnraum entstehen lassen. Vom Fitnessraum bis hin zur Anliegerwohnung: ein Tiefgeschoss ermöglicht Ihnen zusätzliche Räumlichkeiten. Für die aktive Nutzung gelten allerdings besondere Richtlinien, wie Raumhöhe, Belichtung und Fluchtwege.

Haben Sie sich für den Ausbau eines Kellers entschieden, steigert das den Wert Ihres Hauses beim Verkauf. Selbstverständlich denken Sie im Moment des Baus noch nicht an den Weiterverkauf, aber eine Investition in die Zukunft ist immer eine gute.

Außerdem besteht die Möglichkeit, Ihr Kellergeschoss schrittweise in Eigenregie nachzurüsten. Sie müssen also nicht direkt beim Hausbau auch noch Ihren Keller ausbauen, sondern können diese Arbeiten nachträglich erledigen. Voraussetzung dafür ist lediglich, dass die Kellerräume vorhanden sind.

Kontra – Was spricht gegen einen Keller?

Die Bodenbeschaffenheit Ihres Grundstücks hat einen erheblichen Einfluss auf den Bau. Auf welchem Untergrund wird Ihr Haus stehen? Ist er eben? Diese Fragen müssen zunächst geklärt werden, denn daran misst sich der finanzielle Aufwand für den Ausbau eines Kellers. Bei starker Hanglange ist er zum Beispiel sinnvoll, weil sonst viel Material zur Unterfütterung notwendig wäre. Genauen Aufschluss gibt ein Bodengutachten des Baugrundstücks.

Der häufigste Grund, aus dem heutzutage auf einen Keller verzichtet wird, sind die zusätzlichen Kosten, die Grubenaushub und Ausbau verursachen. Wie hoch die Mehrkosten für ein Untergeschoss sind, ist abhängig von baulichen Gegebenheiten und dem benötigten Material.

Besonders der Grundwasserspiegel beeinflusst die Wahl des Materials, das verbaut wird. Ist er sehr hoch, steigt er oft, oder ist mit Druckwasser zu rechnen, muss das Fundament besonders gesichert werden. Das kann höhere Kosten generieren.

Ein Keller bedeutet immer eine weitere Etage, die im Normalfall über eine Treppe erreicht wird. Dementsprechend ist ein barrierefreies Leben jetzt und in Zukunft nur mit weiteren Investitionen realisierbar.

Den Zugang zu Ihrem Keller müssen Sie in Ihrer Raumgestaltung einplanen. Es muss das nötige Raumvolumen für den Treppenaufgang bedacht werden, das dann meist im Flur fehlt.

Bei der Entscheidung für oder gegen einen Keller sollte immer Kostenaufwand gegen Raumgewinnung abgewogen werden. Experten zufolge bringen Mehrkosten von 10 Prozent einen zusätzlichen Platz von 30 bis 40 Prozent. Ihre Profis von ASDACH machen Ihnen gern einen Kostenvoranschlag für Ihr Rohbau-Projekt.

Bild: Stefanie Leistner / pixelio.de

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