Solarstromanlage: Das eigene Kraftwerk auf dem Dach

Geschrieben von | 10. September 2013 | Solar und Photovoltaik | 2 Kommentare
Photovoltaikanlage

Solaranlagen sind eine zukunftsweisende Alternative zu den steigenden Stromtarifen öffentlicher Anbieter und somit Investition in die Unabhängigkeit von der Energiewirtschaft. Im Angesicht sinkender staatlicher Förderung beantworten wir in unserem Magazin die Frage: Lohnen Solaranlagen noch?

Was sind Solaranlagen?

Ein Solardach besteht aus in Reihe geschalteten Solarmodulen beziehungsweise Paneelen, die das Haus mit umweltfreundlichem Strom und Wärme beliefern. Die Technik, die dabei zum Einsatz kommt, nennt man Photovoltaik (PV). Das bedeutet, dass Solarzellen aus Silicium das Sonnenlicht in elektrische Energie umwandeln. Solaranlagen auf dem Dach nutzen die vorhandene Dachschräge für die notwendige Neigung der Paneele. Befestigen lassen sie sich als Aufdachmontage mithilfe spezieller Montagesätze oder mit Aussparungen im bestehenden Dach per Dachintegration.

Lohnt sich ein Solardach noch?

Allgemein lautet die Antwort auf diese Frage: Ja! Um die Gründe dafür zu verstehen, müssen Sie das große Ganze betrachten: Entgegen vieler Erwartungen ist der Strompreis nach der Liberalisierung des Strommarktes 1998 stetig gestiegen. Neben der Preissteigerung der letzten Jahre sagen Prognosen auch für 2014 und darüber hinaus weitere Anstiege des Strompreises voraus. Mit einer privaten Solaranlage auf dem Dach umgehen Sie diese Problematik und machen sich von der umstrittenen Energiewirtschaft Europas unabhängig. Solarstrom stellt eine sichere, regenerative Energiequelle dar, die Ihnen auch in Zukunft auf gleichbleibendem Preisniveau erhalten bleiben wird.

Was bringt die staatliche Förderung?

Bisher werden Bau und Betrieb privater Solaranlagen vom Bund durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) finanziell gefördert. Wie nun aber auch vermehrt in den Nachrichten gemeldet wird, soll das nicht immer so bleiben. Für viele ist das zum Grund geworden, sich von Solaranlagen zu distanzieren. Dafür besteht aber kein Anlass. Führen Sie sich vor Augen, dass es das Ziel der Einführung neuer Technologien ist, sie auch irgendwann ohne staatliche Förderung profitabel zu machen. Das Gegenteil gilt für fossile Brennstoffe, die trotz staatlicher Subventionen wenig gewinnbringend geworden sind. Daher können sich Solarstrom-Interessenten über die momentane Förderung und Einspeisevergütung freuen, werden aber in Zukunft ohne diese auskommen.

Welche Vorteile hat Eigenstrom gegenüber öffentlichen Anbietern?

Eigenstrom hält, was gewerbliche Stromanbieter noch nicht einmal versprechen können: Garantierte Preisstabilität. Durch einen Vertrag mit einem öffentlichen Anbieter machen Sie sich von dessen Gewinnvorstellungen, dem generellen Preistrend und der deutschen und europäischen Energiepolitik abhängig. Durch eine Investition in eine Solaranlage auf dem Dach werden Sie zu Ihrem eigenen Stromanbieter und können die Strompreisentwicklung gelassen von außen verfolgen.

Warum lohnt Ökostrom?

Anders als gewerbliche Anbieter können Sie sich bei Solarstrom vom eigenen Dach komplett sicher sein, dass er nachhaltig und hundertprozentig grün ist. Als regenerative Energiequelle ist Solarenergie unbegrenzt vorhanden und nicht von Brennstoff-Vorkommen, internationalen Beziehungen oder den Subventionen der Bundesregierung abhängig. Und das nicht nur an Sonnentagen: Fast jedes Solardach lohnt sich, selbst in unseren Breiten. Meiden Sie den Trugschluss, dass Ihr Solardach nur bei Sonnenstunden Strom erzeugt. Tatsächlich sind bewölkte Tage manchmal sogar ertragreicher, da große Hitze die Stromerzeugung behindern kann. Wenn Ihr Dach nicht von Häusern oder Bäumen überschattet wird, steht der Investition in ein Solardach nichts im Weg.

Welche Bedingungen sind ideal für eine Solaranlage auf dem Dach?

Am besten für eine Solaranlage geeignet ist eine nach Süden ausgerichtete Dachfläche mit einer Neigung von 20 bis 60 Grad. Jeder Experte wird Ihnen bestätigen, dass auch ein Solardach mit einer Ausrichtung nach Südost oder Südwest sehr ertragreich ist. Die Art der Dachdeckung spielt für die Solaranlage keine Rolle, allein die Kosten der Solaranlage kann der Dachbelag beeinflussen.
Obwohl die bläulichen Solarzellen furchtbar anfällig wirken, sind sie erstaunlich widerstandsfähig. Solaranlagen trotzen den hiesigen Witterungsverhältnissen und erreichen somit eine Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren.

Fazit: Eine vernünftige Investition

Angesichts der steigenden Strompreise, der aktuellen Wirtschaftslage und der stabilen Kosten für Photovoltaik-Anlagen ist jetzt der ideale Zeitpunkt, um in eine Solaranlage auf dem Dach zu investieren. Wenn Sie Ihre Energiepreise für die nächsten 25 Jahre fixieren wollen, dann ist eine Solaranlage auf dem Dach die richtige Lösung.

Bevor Sie sich eine Solaranlage zulegen, sollten Sie die Angelegenheit gut durchdenken. Wie lange haben Sie vor in dem Haus zu bleiben? Ist eine Reparatur des Hausdachs ohnehin fällig? Wie rechnet sich Solarstrom im Vergleich zu Ihrem bisherigen Stromanbieter? Was wären die Kosten für eine jährliche Wartung der Anlage? Klären Sie diese Faktoren und ihre Konsequenzen vorab in einem Beratungsgespräch mit einem Experten für Dachanlagen. Ein Solardach zahlt sich für Sie aus – selbst wenn die Sonja sich nur selten zeigt.

Bild: Uwe Steinbrich / pixelio.de

2 Kommentare

  • Nina Tulpe sagt:

    Da wir sehr umweltbewusst leben wollen, hatten wir die Idee uns eine Solaranlage für unser Dach zu kaufen. Nur wo bekommt man diese inklusive guter Beratung her? Im Internet stieß ich auf Solardiscounter.de, wo mich gute Angebote erwarteten. Blieb nur noch die Entscheidung: Vakuum-Röhren oder doch lieber Flachkollektoren? Ich rief also an und ließ mich dort sehr kompetent und individuell beraten. Wir haben uns für die Solaranlage mit Flachkollektoren entschieden und sogar noch einen Trink- und Heizungswasserspeicher oder auch Kombispeicher dazu gekauft. Mittlerweile ist alles installiert und ich muss sagen, Daumen hoch! Ich kann euch Solardiscounter.de nur weiter empfehlen!

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