Das 1x1 der Holzfassaden: Pflege und Schutz

Geschrieben von | 05. November 2013 | Fassadenbau | Keine Kommentare
Holzfassade

Rustikal, elegant oder modern – Holzfassaden können eine Menge. Aber sind sie auch haltbar? Im Magazin klären wir Sie über die verschiedenen Arten von Holzfassaden auf und geben wichtige Tipps zur Verlängerung ihrer Lebensdauer.

Sind alle Holzfassaden gleich?

Holzfassade ist nicht gleich Holzfassade. Nicht nur die verschiedenen Holzarten unterscheiden sich, auch die Verbauung des Holzes sieht von Haus zu Haus verschieden aus. Bevor man sich mit dem Schutz seiner Holzfassade auseinandersetzt, sollte man sich bewusst sein, mit welcher Sorte man es zu tun hat.

Oft werden für Holzfassaden heimische Hölzer genutzt, besonders widerstandsfähig ist etwa eine Holzfassade aus Lärche, Eiche oder Fichte. Auf dem Markt finden sich ebenso exotische Alternativen wie das südostasiatische Meranti. Achten Sie bei fremden Holzarten auf das FSC-Siegel, um sicherzustellen, dass kein Regenwald für den Bau Ihrer Fassade abgeholzt wurde. Die Lebensdauer der Hölzer hängt nicht nur von der Art ab, sondern unterscheidet sich auch von Baum zu Baum. Und natürlich je nach Montageart. Zahlreiche Montagearten für Holzfassaden beherrschen den Markt. Ganz grob unterscheidet man zwischen vertikalen und horizontalen Holzfassade-Arten sowie Schindeln. Bei jeder dieser Montagearten kommt es auf den Regenwasser-Ablauf und die Belüftung an. Solange diese Faktoren beim Fassadenbau berücksichtigt werden, ist eine Montageart so haltbar wie die andere.

Wenn Sie noch mehr über das Material Holz und seine Verbauung wissen wollen, können Sie auch der baunetz-Seite zum Thema einen Besuch abstatten.

Was schadet Holzfassaden?

Chemischer Holzschutz muss nicht sein. Das heißt, selbst naturbelassenes Holz ist bei korrekter Montage auf Jahrzehnte hin widerstandsfähig. Auch wenn Holzfassaden gemeinhin als besonders anfällig und pflegebedürftig betrachtet werden, überstehen Sie die Witterung bei regelmäßiger Wartung ohne Probleme. Das liegt auch an der Verarbeitung: Üblicherweise wird Bauholz für eine moderne Holzfassade schon auf der Baustelle auf eine Restfeuchte von maximal 16 Prozent getrocknet. Zudem ist das Material in der Regel gut verarbeitet.

Wind und Wetter schaden einer Holzfassade somit nicht zwangsläufig, aber sie gerben die Fassade. Wie alles und alle, die oft an der Sonne und draußen sind, verändert die Holzfassade ihre Farbe und Struktur, und das nicht unbedingt gleichmäßig. Diese natürliche Alterung gefällt vielen Menschen, manche finden eine solche Fassade aber eher heruntergekommen als heimelig. Es ist reine Geschmackssache.

Wie kann man Holzfassaden schützen?

Jede Holzfassade muss regelmäßig gewartet werden, Experten empfehlen Wartungsintervalle von circa drei bis fünf Jahren. Auch dazwischen sollte die Fassade regelmäßig auf äußerliche Schäden geprüft werden, besonders nach Unwettern. Die Beschädigung der Oberfläche ist zwar an sich nicht gefährlich, kann aber dauerhaft die darunterliegenden Schichten angreifen. Daher sollten schadhafte Stellen im Außenbereich möglichst sofort behoben werden. Fachbetriebe können so selbst das Aussehen Ihrer Fassade durch Restaurierungen im Originalfarbton über lange Zeit neuwertig halten.

Eine weitere Maßnahme, die das Leben der Holzfassade immens verlängert ist ein guter konstruktiver Holzschutz. Als konstruktiven Holzschutz bezeichnet man Baumaßnahmen, die das Holz vor der Witterung schützen. Solche Maßnahmen sorgen etwa dafür, dass Regenwasser abläuft und sich nicht in den Fugen oder Ritzen der Holzfassade als stehende Feuchtigkeit ansammelt. Die Erweiterung der Dachüberstände oder eine Hinterlüftung der Fassade verhindert Staunässe an der Hausfassade. Nicht weniger wichtig sind der saubere Einbau der Fenster und der korrekte Abstand zum Boden, alles Standards für einen guten Fachbetrieb.

Bei der Alterung des Holzes müssen Sie sich entscheiden: Einmal streichen oder nie streichen. Wenn Sie sich gegen die Farbe entscheiden, nimmt das Holz durch den natürlichen Alterungsprozess eine gräulich-silberne Farbe an. Das mag nicht jedem gefallen, erhält aber die Oberfläche pflegelos über Jahrzehnte hinaus. Fangen Sie hingegen einmal mit dem Streichen an, können Sie nie mehr damit aufhören. Vielleicht nicht jedes Jahr, spätestens aber doch alle vier bis fünf Jahre, muss der Anstrich erneuert werden. Wenn Ihnen das zu anstrengend ist, bleiben Sie vielleicht doch lieber bei dem schlichten Grau. Oder beauftragen ASDACH.

Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

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