Nachträglicher Dachfenstereinbau: Und es ward Licht!

Geschrieben von | 05. September 2013 | Dacharbeiten | Keine Kommentare
Nachträglicher Dachfenstereinbau

Dachfenster machen einen müffelnden Dachboden zu einer sonnendurchfluteten Wohnoase. Der Umbau bringt Licht und Luft in bisher vernachlässigte Dachstuben. Je nach Dachart und gewünschter Nutzung gibt es beim Dachfenstereinbau Verschiedenes zu beachten.

Gründe für nachträglichen Dachfenstereinbau

Ohne Tageslicht und Frischluft ist ein Wohnraum kein Wohnraum. Machen Sie sich darüber keine Illusionen. Wenn Sie also aus Ihrem Dachboden ein Kinderzimmer, einen Hobbyraum oder ein Gästezimmer machen wollen, muss eine vernünftige Beleuchtung her. Wenn Sie ein Atelier brauchen, hat das natürlich noch höhere Priorität. Jede Nutzung hat andere Anforderungen in Form von Beleuchtung, Dämmung, Sonnenschutz und Fenstergröße. Denken Sie daher gut über die Verwendung des Raums nach, bevor Sie sich für ein bestimmtes Dachfenster entscheiden.

Voraussetzungen für den nachträglichen Einbau

Die wichtigste Voraussetzung für ein nachträglich eingebautes Dachfenster ist, dass Sie eines brauchen. Bei Detailfragen zur Statik sollten Sie ein fachmännisches Urteil einholen. Meist lassen sich auftretende Komplikationen von einem Experten aber leicht lösen. Im Normalfall können Fachbetriebe in jedes Dach nachträglich Wohnraumfenster einbauen. Der Handwerker Ihres Vertrauens wird Sie auf eventuelle statische Probleme hinweisen und Lösungen dazu vorschlagen.

Arten von Dachfenstern

Dachfenster findet man in den verschiedensten Formen. Vorrangig sollte zwischen Dachfenstern und Dachflächenfenstern unterschieden werden. Als Dachfenster bezeichnet man ungedämmte Ausstiegs- und Notfenster im Dach. Diese dienen hauptsächlich der Belüftung und dem Ausstieg bei Wartungsarbeiten; sie sollten nur in unbeheizten Dachräumen eingebaut werden. Bei ausgebauten Dachgeschossen hingegen spricht man von Dachflächenfenstern. Diese sind wärme- und schallgedämmt und größer als gewöhnliche Dachluken.

Innerhalb dieser Zweiteilung finden Sie zahlreiche Untergruppierungen für den Dachfenstereinbau:
Wem Luxus für seinen Dachboden vorschwebt, dem empfiehlt sich ein Dach-Schiebefenster mit Überkopfverglasung. Diese elegante Lösung eignet sich hervorragend für lichtdurchflutete Dachstudios. Vor der Planung sollte aber in jedem Fall ein Statiker konsultiert werden.Die häufigste Form von Dachflächenfenster ist das Klapp-Schwingfenster. Diese Fensterform lässt sich bis zu einem Winkel von 45° stufenlos öffnen und sorgt somit für besonders hell ausgeleuchtete Räume und einen tollen Ausblick. Die Bauart von Klapp-Schwingfenstern ermöglicht eine sichere Stellung des geöffneten Flügels in allen Positionen. Bedient wird es durch eine Griffleiste und geputzt werden kann es bequem mit einem Putzriegel. Ein Schwingfenster hat im Vergleich zum Klapp-Schwingfenster einen einfacheren Öffnungsmechanismus. Diese häufig verwendete Fensterart eignet sich prinzipiell für jede Art der Dachdeckung.Unter den Dachfenstern für unbeheizte Dachgeschosse differenziert man zwischen dem Ausstiegsfenster für Handwerker und Schornsteinfeger und der kleineren Dachluke, die vor allem der Belüftung dient. Das Ausstiegsfenster ist für unbewohnten Dachraum gedacht und mit einer Klapp-Konstruktion ausgestattet. Beide Formen sind rein zweckdienlich und unter keinen Umständen für Wohnräume zu empfehlen.

Das ideale Dachfenster – Ihre Optionen, Ihre Vorteile

Aussicht, Sonne, oder Minimalbeleuchtung – ein Dachfenster bietet Ihnen genau so viel Licht, wie Sie brauchen. Je nach Dachneigung und Nutzung können Sie entscheiden, ob das Licht für einen Arbeits- oder Freizeitraum reichen muss, oder ob es sich lediglich um einen Abstellraum mit Zweckbeleuchtung handelt. Machen Sie sich klar: Wie viel Licht brauchen Sie? Geht es um Wohlbefinden, Arbeitsbeleuchtung oder um die Aussicht? Handelt es sich um einen Wohnraum, so sollte auch die Rahmung auf die Einrichtung Ihres Hauses abgestimmt sein. Wählen Sie zwischen Holz- und Kunststoffrahmen in verschiedenen Ausführungen und lassen Sie sich von einem Profi zu den Themen Rahmung und Lichteinfall beraten. Eine weitere Komponente beim Dachfenstereinbau ist Energie. Selbstverständlich sollen keine zusätzlichen Heizkosten durch das neue Dachfenster entstehen, daher spielt die Wahl der Verglasung eine große Rolle. Weiteres Zubehör wie Schall- oder Insektenschutz, Solar-Rollläden, sowie Sonnen- und Sichtschutz lassen sich auf Wunsch problemlos mit dem Fenster kombinieren und ganz auf Ihre Bedürfnisse zuschneiden. Beim Einbau von Dachfenstern geht es um Ihre Bedürfnisse, aber der Fachmann ist derjenige, der das Fenster einbaut. Nur ein Experte verfügt über die nötige Fachkenntnis, um einen so komplizierten Eingriff in die Statik des Hauses durchzuführen.

Risiko: Fehlerhafter Dachfenstereinbau

Alle Wetter! Genau gegen diese muss ein Dachfenster gewappnet sein, sonst sind massive Bauschäden die Folge. Eindringendes Wasser etwa schadet nicht nur dem darunterliegenden Wohnraum, sondern zersetzt im schlimmsten Fall auch die Dachkonstruktion. Selbst kleine Fehler beim Einbau verursachen einen enormen Anstieg in den Energiekosten und erfordern neuerliche Dacharbeiten kurz nach der ersten Maßnahme. Nicht weniger als die Witterung ist die Statik ein Minenfeld für den Amateur: Muss zum Beispiel ein Sparren durchsägt werden, kann die gesamte Dachkonstruktion zum Einsturz kommen, wenn Ihre vorherigen Berechnungen nicht stimmen. Vor diesen Risiken schützt Sie nur ein Fachmann, der sowohl in Planung als auch Durchführung gegen Fehler dieser Art gefeit ist. Bei ASDACH beraten wir Sie in jedem Stadium der Arbeiten und überlassen Ihnen die Entscheidung. Es ist Ihr Dach, aber unser Problem.

Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

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