Holz vor der Hütte - Vorzüge eines traditionsreichen Werkstoffs - ASDACH - Dachdecker und Fassadenbauer

Geschrieben von | 08. September 2016 | Unternehmen | Keine Kommentare
Holz vor der Hütte - Vorzüge eines traditionsreichen Werkstoffs

Holz ist eine der ältesten Bausubstanzen der Welt – ein Werkstoff mit Tradition. Aber gerade dieses geschichtsträchtige Material lässt im Fassadenbau viele unterschiedliche Gestaltungsvarianten zu: Eine Holzfassade kann im romantischen Landhausstil oder geradlinig-schnörkellos sein, unauffällig und natürlich scheinen oder durch kräftige Farben zum Blickfang werden. Zudem bietet eine Holzfassade viele Vorteile in Bezug auf die Möglichkeiten der Wärmedämmung, die Langlebigkeit der Fassade und Ressourcenschonung durch weitreichende Verfügbarkeit und einfach Montage.

Dauerhafte Haltbarkeit ohne chemischen Holzschutz

Farbe oder nicht – in den meisten Fällen ist dies eher eine Frage des Geschmacks als des Holzschutzes. Denn um die Holzfassade dauerhaft vor Feuchtigkeit zu schützen und damit ihre Widerstandsfähigkeit eklatant zu erhöhen, ist eine Behandlung mit Lasur oder Lack nicht unbedingt notwendig. Wichtiger ist der sogenannte konstruktive Holzschutz – durch die Bauweise der Fassade muss gewährleistet sein, dass Regenwasser schnell abfließt und überall genügend Luft zirkuliert, um eine schnelle Trocknung zu begünstigen. Eine hinterlüftete Fassade ist hier das Mittel der Wahl. Bei professioneller Planung und Montage einer Holzfassade kann diese auch ohne Anstrich viele Jahre zuverlässigen Fassadenschutz bieten. Allerdings gilt es zu bedenken, dass ausnahmslos alle Holzarten ihr Aussehen im Lauf der Zeit verändern – es dauert nicht lang, bis die Farbe des frischen Holzes vor allem an den der Witterung besonders ausgesetzten Stellen verschwindet und einem silbrigen Grau weicht. Ein reizvoller Effekt, der aber bei der Entscheidung für oder gegen einen Anstrich bedacht werden muss. Wer sich für Farbe entscheidet muss sich darüber im Klaren sein, dass auch diese nicht unbegrenzt erhalten bleibt und im Abstand einiger Jahre ausgebessert oder erneuert werden muss.

Nadel oder Laub, heimisch oder exotisch – die Entscheidung für’s richtige Holz

In Deutschland ist Fichtenholz aufgrund seiner Verfügbarkeit (Fichten wachsen schnell und gerade), seiner hohen Festigkeit und seiner geringen Tränkfähigkeit (Fichtenholz speichert Wasser sehr schlecht und ist deswegen wenig anfällig für Pilz- oder Insektenbefall) das wichtigste Konstruktionsholz und kann auch im Fassadenbau Anwendung finden. Außerdem werden die Nadelholzarten Tanne, Kiefer, Lärche oder Douglasie verwendet. Als heimische Laubhölzer bieten sich wegen ihrer hohen Widerstandsfähigkeit Eiche, Kastanie und Robinie an.

Im Handel finden sich auch einige exotische Alternative zu heimischen Hölzern, etwa das südostasiatische Laubholz Meranti. Bei der Entscheidung für ein sogenanntes „Tropenholz“ ist unbedingt darauf zu achten, dass es mit dem FSC-Label zertifiziert wurde – so lässt sich sicherstellen, dass das Holz aus einer kontrollierten Plantage stammt, die den Anforderungen der verantwortungsvollen Waldbewirtschaftung entspricht.

Gestaltung mit Profil

Eine Holzfassade wird häufig aus Profilbrettern aufgebaut, die es in vielen verschiedenen Ausführungen gibt. Allerdings geht auch im Holzfassadenbau der Trend zur Platte: Immer häufiger sind Holzfassaden zu sehen, die aus plattenförmigen Elementen aufgebaut sind. Hierbei kann ein reizvolles Spiel zwischen industriell anmutender Plattenoptik und dem traditionellen Werkstoff Holz entstehen.

Die Platten, Schindeln oder Profilbretter werden auf einer gelatteten Unterkonstruktion angebracht, die gegebenenfalls Unregelmäßigkeiten der Wand ausgleichen und eine zusätzliche Wärmedämmschicht tragen kann. Bei holzverkleideten Fassaden ist eine hinterlüftete Fassade Standard – Luft strömt hinter der Fassade entlang und transportiert Feuchtigkeit schnell nach außen.

Als natürlicher, nachwachsender Rohstoff ist Holz auch idealer Werkstoff bei der ökologischen Bauweise. Wer also neben ästhetischen und finanziellen Aspekten auch die Nachhaltigkeit des Bauens bedenkt, ist mit einer Holzfassade gut beraten. Ein geringer Energiebedarf bei der Herstellung des Werkstoffs reduziert den CO2-Ausstoß und schützt so das Klima. In vielen Fällen kann auf regionale Produkte zurückgegriffen werden, und auch die Entsorgung stellt kein Problem dar.

Nachhaltig, vielfältig, kostengünstig – eine Holzfassade bietet viele Vorteile gegenüber anderen Werkstoffen. Lassen Sie sich vom Fachmann über die vielen Möglichkeiten beraten, die der Werkstoff Holz im Fassadenbau bietet!

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