Finanzierung: Zehn Tipps für den Bau eines Eigenheims

Geschrieben von | 30. März 2015 | Rohbau | Keine Kommentare
Wie finanziere ich den Hausbau?

Sie sind es leid, monatlich Miete zu zahlen, ohne davon etwas in der Hand zu haben? Günstige Baukredite machen Sie schon bald vom Mieter zum Eigentümer. Gut durchdacht und geplant lässt sich die Zinslast bewältigen. Unsere Tipps geben einen Überblick.

Die Entscheidung für den Bau oder den Erwerb eines Eigenheims fällt nicht leicht – noch weniger sollte sie leichtfertig getroffen werden. In den meisten Fällen stellt eine solche Finanzierung die größte Investition eines Lebens dar. Diese gilt es gut zu durchdenken, abzuwägen und zu planen. Frei von Risiken ist ein derartiges Vorhaben zwar nie, aber durch geschicktes Vorgehen lassen sie sich deutlich verringern.

Zinsniveau beachten

Um eine Baufinanzierung grundsätzlich auf solide Beine zu stellen, gilt es das Zinsniveau zu beachten. Günstige Konditionen erleichtern die Entscheidung, eine Immobilie zu bauen oder zu kaufen. Verglichen mit früheren Generationen vor 20 bis 30 Jahren liegen die Zinsen derzeit auf einem extrem niedrigen Niveau – die Chance für alle Eigentumsanwärter.

Tilgung bewusst wählen

Für die Qualität einer Baufinanzierung ist die Zinshöhe das Eine, das Andere ist die Tilgungsleistung. Die Höhe der Tilgung nimmt Einfluss auf die Zeit, die bis zum Punkt der Schuldenfreiheit ins Land zieht. Sich die bisherigen Mietkosten vor Augen zu führen, hilft dabei enorm. Denn: Bei einem 200.000-Euro-Darlehen beläuft sich die monatliche Belastung bei 2,6 Prozent Zinsen und zwei Prozent Anfangstilgung auf 767 Euro. Von der durchschnittlichen Monatsmiete unterscheidet sich dieser Betrag kaum – mit dem Unterschied, dass am Ende Eigentum auf Sie wartet.

Finanzielle Möglichkeiten klären

Bevor es auf Immobiliensuche geht, sind die eigenen finanziellen Mittel unter die Lupe zu nehmen. Als hilfreiche Indikatoren erweisen sich die Höhe der aktuellen Kaltmiete sowie des möglichen Eigenkapitals. Sie geben einen Rahmen vor, an dem sich die Kosten für das neue Eigenheim orientieren lassen, ohne sich zu übernehmen.

Je mehr Eigenkapital, desto besser

Grundsätzlich gilt: Je mehr Eigenkapital zur Verfügung steht, desto besser für das Vorhaben. Eine solide Finanzierung ist möglich, wenn 20 bis 30 Prozent des Objektpreises durch Eigenmittel gedeckt werden. Wer sich zusätzlich um zinsgünstige KfW-Förderdarlehen bemüht, ist auf der sicheren Seite. Verschiedene Finanzierungsformen lassen sich kombinieren, wenn sie gut überprüft und durchgerechnet werden.

Zeit investieren

Die passende Finanzierungsvariante zu finden ist ein zeitintensives Unterfangen – aber es lohnt sich. Machen Sie sich vor dem Beratungsgespräch Gedanken über die benötigte Kreditsumme, die mögliche Anfangstilgung und die Zinsbindungsfrist, haben Sie viel gewonnen.

Lange Zinsbindungsfrist mit hoher Anfangstilgung

Um von den Zeiten niedriger Kreditkosten möglichst lange zu profitieren, gilt es die Zinsbindungsfrist auf mindestens zehn Jahre festzulegen. Fällt auch die anfängliche Tilgung höher aus, verringert sich die Laufzeit des Kredits enorm. Die langfristigen Verpflichtungen, die Sie mit einer Kreditnahme eingehen, erscheinen damit überschau- und machbarer.

Reserven sichern

Gut kalkuliert ist eine Finanzierung dann, wenn unter dem Strich Reserven für nicht vorherzusehende Zwischenfälle und Handwerkerleistungen übrig bleiben. Um die Freude am Eigenheim über die Laufzeit des Kredits nicht zu verlieren, gilt es finanziellen Spielraum für den Lebensstandard und gewohnte Freizeitaktivitäten zu lassen.

Anschlussfinanzierung ausloten

Geht die Zinsbindung dem Ende zu, sollten sich Kreditnehmer rechtzeitig um eine kostengünstige Fortsetzung bemühen. Wer sechs bis zwölf Monate vor dem Auslaufen mehrere Angebote einholt und vergleicht, kann durch niedrigere Kreditkosten viel Geld sparen.

Flexible Kreditkonditionen

Für die Wahl des Kreditgebers ist nicht allein die Höhe des Effektivzins‘ entscheidend. Die Bank der Wahl gewährt idealerweise jährliche Sondertilgungen sowie mehrmalige Veränderungen des Tilgungssatzes, ohne Zinsaufschlag zu berechnen. Darin inbegriffen sollte ebenso eine mögliche Senkung der Monatsraten sein. Mit diesen Konditionen ist es Ihnen möglich, Ihre aktuellen finanziellen Verhältnisse flexibel auf den Abbau der Schulden abzustimmen.

Risiken der Zinsschwankungen minimieren

Wenig Einfluss haben Kreditnehmer auf die generelle Entwicklung der Zinsen. Vor einem plötzlichen rasanten Zinsanstieg infolge von Inflation oder Bonitätsverfall des eigenen Landes ist niemand gefeit. Um Zinsschwankungen entgegenzutreten, gibt es zwei Möglichkeiten: Wer von Beginn an die Restschulden mit einem hohen Tilgungswert begleicht, verkürzt die Laufzeit deutlich. Eine längere Zinsbindungsfrist macht zudem unabhängiger vom schwankenden Markt. In beiden Fällen braucht ein Anstieg der Zinsen den Kreditnehmer kaum mehr zu sorgen.

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