Hausbau im Winter: Was Sie beachten sollten

Geschrieben von | 27. Januar 2014 | Bodenabdichtung, Dacharbeiten, Fassadenbau | Keine Kommentare
Hausbau im Winter

Der momentane Wechsel zwischen winterlichen und fast schon frühlingshaften Temperaturen verunsichert viele Bauherren: Kann der Hausbau auch bei Winterwetter weitergehen?
Um bei diesen besonderen Witterungsbedingungen zu bauen, sollte Sie auf einige Besonderheiten achten.

Moderne Materialien machen den winterlichen Hausbau möglich

Heutzutage ist ein Bauvorhaben im Winter kein unlösbares Problem mehr. Es gab allerdings Zeiten, da war das anders. 1886 war das Bauen im Winter in manchen deutschen Städten, unter anderem in Leipzig, komplett verboten. Neue Materialien und moderne Verarbeitungstechniken sorgen jedoch dafür, dass Baufirmen schon in den Wintermonaten bauen können und der Hausherr Kosten und Zeit spart.
Die kühle Luft, Schnee, Eis und Frost bringen viele witterungsbedingte Probleme auf Winterbaustellen mit sich. Deswegen müssen Arbeitsweise und Material regelmäßig genau geprüft und angepasst werden. Die sonst entstehenden Schäden in der Bausubstanz können erhebliche Folgekosten mit sich bringen. Moderne Werkstoffe, wie sie auch von unseren Experten von ASDACH verwendet werden, sind noch bei geringen Außentemperaturen, jedoch nicht bei Bodenfrost, verwendbar. Sinken die Temperaturen unter fünf Grad, kann das zu einer Veränderung ihrer Eigenschaften führen.

Andere Anforderungen an Material und Arbeitsweise

Prinzipiell ist das Gießen einer Betonplatte unter winterlichen Bedingungen möglich, allerdings nur unter gewissen Voraussetzungen: Der Boden muss schnee- und frostfrei sein. Außerdem sollte der Beton beim Mischen erwärmt sowie ihm eventuell ein Frostschutzmittel beigemischt werden. Danach müssen er unbedingt mit einer Plane vor Eis und Frost geschützt werden.
Bei der Verarbeitung von Baustahl, Holz- und Stahlschalungen ist es wichtig, dass das Material frostfrei ist und vor Verwendung erwärmt wird.
Für Maurerarbeiten kommt es genauso auf die richtige Temperatur des Mörtels und die korrekte Weiterverarbeitung der Steine an. Befindet sich Frost im Mauerwerk, kann sich künftig Tauwasser darin sammeln und die Steine bei erneutem Gefrieren zum Platzen bringen.
Der Graus jedes Planers ist der offene Rohbau. Konnten vor Wintereinbruch weder das Dach gesetzt, noch die Fenster eingebaut werden, müssen Mauerwerk und Böden vor Frost und Eis geschützt werden. Meist lässt sich das nur durch das Abkleben sämtlicher Mauerwerkskronen gewährleisten. Offene Baulöcher, wie Treppenausschnitte oder Durchbrüche, müssen ebenfalls mit Folie abgedichtet werden. Sonst kann Tauwasser durch das Haus, bis in den Kellerraum laufen und den idealen Nährboden für Schimmel bilden.
Der Bau von sogenannten „Fertighäusern“ ist im Winter nicht ganz so problematisch. Wichtig ist hierbei vor allem, dass sowohl Fundament, als auch Keller korrekt und frostfrei fertiggestellt werden. Das Haus an sich kann sogar bei Frost aufgestellt werden, da die Teile meist nur noch montiert werden müssen.

Risiko Schimmelbefall

Die hohe Feuchtigkeit, die das Winterwetter und die Arbeiten im Haus zur Folge haben, ist oft die Ursache für ein weiteres Problem: Schimmelbildung.
Wird zum Beispiel in den unteren Stockwerken verputzt und geheizt, zieht die warme, feuchte Luft in die oberen Stockwerke. Das kann an Dachbalken und in Wänden zu Schimmel führen. Deswegen ist eine kontinuierliche Beheizung elementarer Bestandteil der Winterbaustelle. Da im Rohbau meist die hauseigene Heizung noch nicht funktioniert, muss auf elektronische Beheizung zurückgegriffen werden. Das ist mit Mehrkosten verbunden, die Sie im Vorhinein bedenken sollten.

Die Vielzahl an besonderen Vorkehrungen verdeutlicht, wie komplex das Bauen im Winter auch heute noch ist. Fest steht: Der Hausbau ist im Winter zwar bauphysikalisch möglich jedoch teurer als im Sommer. Er ist in der kalten Jahreszeit mit deutlich höheren logistischen und finanziellen Anforderungen verknüpft. Abhängig von Witterung und Baufortschritt müssen Rohbau und Bauöffnungen mit provisorischen Überdachungen und Planen abgedeckt werden. Die anfallenden Heizkosten sind nicht zu unterschätzen.

Deswegen sollten Sie sich direkt mit Ihrem Vorhaben an einen Fachmann wenden. So können Sie sicher gehen, dass professionell gearbeitet wird und keine Folgekosten, beispielsweise durch Schimmelbildung, entstehen. ASDACH ist dafür genau Ihr richtiger Ansprechpartner.

Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

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