Feuchtigkeit im Haus als unsichtbare Gefahr

Geschrieben von | 21. Oktober 2013 | Bodenabdichtung, Dacharbeiten, Fassadenbau | Keine Kommentare
Feuchtigkeit im Haus

Alte Häuser kränkeln leicht. Besonders teilsanierte Häuser aus den 60ern und 70ern haben mit Mängeln wie eindringender Feuchtigkeit zu kämpfen. Diese greift nicht nur die Bausubstanz an, sondern auch die Gesundheit der Bewohner. Erfahren Sie hier, wo Sie nach den Ursachen der Feuchtigkeit suchen müssen.

Ursachen für Feuchtigkeit in der Wohnung und im Haus

Feuchtigkeit im Haus kann aus den unterschiedlichsten Gründen vorliegen. Die häufigsten Quellen sind der Keller, Bodenfeuchtigkeit über das Mauerwerk, Kondensation an der Fassade und Lecks im Hausdach. Eine Übersicht über die verschiedenen Ursachen von Feuchtigkeit im Haus haben die Autoren von baumarkt.de in dieser Grafik zusammengestellt. Menschen aus Mitteldeutschland haben es oft bereits schmerzlich erfahren: Hochwasser ist einer der Verursacher von anhaltender Feuchtigkeit im Keller. Daneben ist auch schlechte Bauwerksabdichtung ein möglicher Grund, etwa durch fehlende oder fehlerhafte Horizontalabdichtung.

Wenn Feuchtigkeit über den Boden in das Mauerwerk eintritt kann das an einem gehobenen Grundwasserspiegel, an einer Wasserquelle in der Nähe des Gebäudefundaments oder mangelhafter Regenwasserableitung liegen. Auch ein Leck im städtischen Abwassersystem kann Feuchtigkeit im Haus verursachen. Bei Bodenfeuchtigkeit kommt erschwerend hinzu, dass mit dem Wasser ebenfalls bauschädigende Substanzen wie Salze aus dem Erdreich ins Mauerwerk eindringen. Zudem ist ein solcher Schaden für den Bewohner oft lange Zeit unsichtbar und zeigt sich erst, wenn der Schaden gefährliche Ausmaße angenommen hat. Weitere Gründe für Feuchtigkeit in der Wohnung oder im Haus sind ein fehlerhafter Putz und eine schadhafte Fassade, welche das Eindringen von kondensiertem Wasser an der Hauswand begünstigen. Über das Dach dringt Feuchtigkeit durch Risse, fehlende Dachziegel, undichte Fenster und verstopfte Regenrinnen ein. Selbst im Innern der Wohnung kann Feuchtigkeit entstehen: Ursachen sind schlechte Wärmedämmung oder mangelhafte Lüftung, vor allem in Räumen mit Wasserzufluss wie Bad oder Küche.

Die genauen Ursachen von Feuchtigkeit im Haus zu bestimmen, ist Sache eines Experten für Dach- und Fassadenbau. Das Zusammenspiel verschiedener Wasserquellen verschleiert oft den eigentlichen Grund, sodass die Bekämpfung von Feuchtigkeit im Haus zum Kampf gegen Windmühlen ausartet.

Feuchtigkeit im Haus: Die Risiken

Die Feuchtigkeit an sich ist ungefährlich, aber der dadurch entstehende Schimmel ist es nicht. Atemwegserkrankungen, Allergien und Hautkrankheiten sind häufige Folgen. Auch Bakterienbefall oder Hausschwamm treten als Konsequenz von Feuchtigkeit im Haus auf. Letzterer ist meldungspflichtig und führt mitunter zur Unbewohnbarkeit des Hauses. Als erste Anzeichen für einen Feuchtigkeitsschaden könnten Ihnen Stockflecken, Verfärbungen und andere optische Veränderungen der Wand auffallen. Während diese noch harmlos sind, treten von Ihnen unbeachtet bereits Bauschäden am darunterliegenden Mauerwerk auf. Mörtel und Beton werden ausgelaugt, Stahl rostet, Holz fault. Somit gefährdet unbehandelte Feuchtigkeit im Haus Ihre Gesundheit, Ihre Sicherheit und darüber hinaus auch die Wiederverkäuflichkeit des Gebäudes.

Sanierung der Feuchtigkeitsschäden

Dringt Feuchtigkeit in Ihr Haus ein, so muss die Quelle identifiziert und das Mauerwerk trockengelegt werden. Dazu bieten sich dem Fachmann diverse Möglichkeiten, ganz nach Gebäude- und Schadenstyp. Leider handelt es sich dabei meist um relativ kostenintensive Eingriffe. Diese Kosten können Sie allerdings senken, indem Sie erstens so früh wie möglich handeln, und Ihr Haus zweitens regelmäßig inspizieren lassen. Nur durch frühzeitiges Handeln können Sie sicher stellen, dass größere Schäden gar nicht erst entstehen.

Ist der Schaden bereits eingetreten, besteht an mehreren Fronten Handlungsbedarf. Trockenlegung heißt nicht Trocknung. Das heißt, dass sowohl das Eindringen von Feuchtigkeit als auch die bereits eingedrungene Feuchtigkeit bekämpft werden müssen. Um das von Feuchtigkeit befallene Mauerwerk zu trocknen, sind weitere Maßnahmen wie etwa ein schienengeführter Mikrowellentrockner nötig.

Fazit: Den Schaden nicht anstehen lassen!

Feuchtigkeit im Haus ist ein häufiges und ernstzunehmendes Problem. Da sich der Schaden oft schleichend und für den Laien unsichtbar verbreitet, ist es wichtig, das Gebäude auch schon präventiv gegen eindringende Feuchtigkeit zu schützen und regelmäßig von einem Experten inspizieren zu lassen. Nur so können Sie eine Gefahr für Ihre Sicherheit und Ihre Gesundheit ausschließen.

Bild: Kurt Michel / pixelio.de

Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht